Kunst | 10. Kulturtag 2017



Peter Brunnett| Merve Bueno-Marin | Erwin Hafner | Bernd Hagemann & Oliver von Klösterlein | Sabine Oessenich | Rolf Schwechheimer | Michael Teves | Rainer Wieczorek


Peter Brunnett

Fotografie

Geboren 1958 im Westerwald und habe viele Jahre in Berlin gelebt, wo ich manches studiert und in vielen Berufen gearbeitet habe, u.a. als Journalist, in der EDV, bei einer Bank, als Stadtführer für Graffiti und Street Art und als Fotograf.

In der Fotografie gehöre ich vermutlich zu den Dinosauriern, weil ich immer noch am liebsten analog fotografiere, in der Dunkel-kammer vergrössere und das alles auch noch in Schwarzweiß.

Außerdem habe ich nicht den Wunsch, meine Motive in perfekter Schönheit aufs Papier zu bringen.
Ich suche sie mir aus der Wirklichkeit und finde darin mehr, als ich fotografisch umsetzen kann. Ich empfinde sie als derart vielschichtig, der brauche ich nichts hinzuzufügen.
Im Gegenteil.

Die Farbe lasse ich weg, es bleibt die nackte Struktur.
Das ist auch eine Art der Abstraktion.

Ich mache die Augen auf und finde meine Bilder.
Ob das, was dabei herauskommt, schön ist oder von vielen Betrachtern dafür gehalten wird, ist mir unwichtig.

DADA ist wie das Leben selbst. Das Andere ist tot und hängt im Museum oder glänzt im
Modemagazin. (Ich weiß: Eine manchmal ungerechte Wertun

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Merve Bueno-Marin

Malerei

Merve Bueno Marin wurde 1941 in Sehnde bei Hannover geboren.

Sie absolvierte von 1973 – 1980 ihr Studium der Ölmalerei und des figürlichen Zeichnens bei Manfred Weil (Malstudium an der Königlichen Akademie der schönen Künste Antwerpen, Mitbegründer der Bonner Künstlergruppe).

1975 studierte Merve figürliches Zeichnen an der Universität Bonn. Seit 2001 ist sie Mitglied der Künstlergalerie Sankt Augustin und hat seit 2006 eine Dozentur für Malen an der VHS Siebengebirge/Königswinter. Sie hat ihre Werke seit 1980 in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland präsentiert.

Merves Arbeiten stellen oftmals eine Realität der Welt dar, die eine besondere und dem Augenschein eigentlich entzogen ist. Das ist sozusagen ihre Grundaussage: die augenfällige Darstellung einer dem Augenschein entzogenen Realität. Die Bewältigung des künstlerischen Grundanliegens verlangt aber im Rahmen der gewählten Form auch nach einer geeigneten Objektgruppe. Entsprechend hält sie sich vorwiegend an den Ausschnitt unserer Wirklichkeit, der die Besonderheit ihrer Realität deutlich werden lässt: an den Menschen.

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Erwin Hafner

Malerei

Der Dortmunder Künstler Erwin Hafner ist bereits seit längerem bei uns im Kulturverein aktiv.

Im letzten Jahr mit skulpturellen Arbeiten am Start, bringt er dieses Jahr seine Gemälde mit.

Oft düster, immer ausdrucksstark und von herausragender Qualität.

Erwin hat auch das diesjährige Festivalplakat entworfen und wird ein Kinderprojekt leiten.

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Bernd Hagemann & Oliver Klösterlein

Objekte & Installation

Bernd Hagemann, der bereits in den 70er Jahren erste Ausstellungen hatte, verlegte danach seinen Arbeits-schwerpunkt auf Illustration, Grafik-Design und Filmemachen.

Die Kunst hat er dennoch nie ruhen lassen. Auf dem Kulturtag wird er, zusammen mit dem Soundtüftler Oliver von Klösterlein, seine Sonic Sculptures präsentieren.

Die Geräusche die von diesen „lebendigen“ Skulpturen produziert werden , verwendet Oliver von Klösterlein als Grundlage für seine Musik und es entsteht eine Kommunikation zwischen Mensch und Maschinen.

Darüber hinaus wird Bernd Hagemann seine malerischen Arbeiten, die abstrakte und realistische Elemente miteinander vereinen, präsentieren.

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Sabine Oessenich

Malerei

Sabine Oessenich ist seit Jahren auf dem Kulturtag künstlerisch aktiv.

Nach den letzjährigen Projekten mit Acryl, Holz, Schnecken und Fotografie sind in diesem die Leinwände fällig.

Was soll ich sagen – Bilder sind schwer zu beschreiben, deshalb nur so viel:

Wir staunen über Sabines Vielseitigkeit und freuen uns auf ihren diesjährigen Output. Sabine wird in der Galerie über der Bar ihre Bilder präsentieren.

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Rolf Schwechheimer

Malerei, Skulpturen, Performance

rolfschwechheimerRolfs Funktionen auf dem Kulturtag lassen sich schwer zusammenfassen.

Eines steht jedenfalls fest: ohne ihn würde es den Kulturtag nicht geben.

Rolf ist Maler, Schlagzeuger, Landschaftsgestalter, Konditormeister, Performer, Erschaffer der Insel, Initiator, Hausherr, Gastgeber, gute Seele, Baumeister, Ansprech-partner und, und, und.

Rolf hat all den Raum geschaffen, den wir mit Kunst und Musik erfüllen dürfen.

Schon lange vor dem ersten Kulturtag, den er allein organisiert hat, begann er seine Insel zu bauen. Und er baut immer weiter, vermutlich so lange er atmet.

Rolfs Bilder sind überall im Haus, ausser dort wo er Wände für andere Künstler freigeräumt hat.

Rolf hat wie immer künstlerische Überraschungen im Bereich Installation und Performance in Planung.

Rolf ist eine 1-Mann Kunstmaschine und gestaltet eigenständig verschiedenste Projekte. Und von vielem wissen wir alle nicht, wann und wo es stattfinden wird.

Rolf ist Musiker. Wie immer wird er mit Harter Kanten Graubrot ein Konzert geben. Und mit HAU wird er morgens Schlagzeug-Improvisation hinlegen.

Bleibt eigentlich nur noch zu klären, was vielen unter den Nägeln brennt : Gibt es Käsestangen und Nussecken?

Wir werden es sehen. Und hören. Und schmecken.

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Michael Teves

Installation

Michael Teves sind in den letzten Jahren seine Freunde, die Steine im Rheinbett, ans Herz gewachsen.

Sie sind immer da, hören zu und geben keine Widerworte.

Von Vulkanen ausgespien, Gletschern zermalmt, von der Zeit und vom Wasser geschliffen, liegen sie und warten geduldig auf die Beschäftigung mit ihnen.

Diese urzeitliche Grundzutat und das Beiwerk der Moderne aus Müll und Scherben, das der herrliche Strom unserer Heimat absondert, schreien natürlich noch lauter als die lauteste Band auf dem Kulturtag danach, miteinander zu spielen!

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Rainer Wieczorek

Malerei-Zeichnung-Text-Performances

Gregor Gog, Daniil Charms und Wolfgang zu Ehren

Rainer Wieczorek kommt im Auftrag der KUNSTdemokratie.

Thematisiert Daniil Charms, Gregor Gog und Wolfgang im Kontext von Malerei, Zeich-nung, Text, Performances, sozialer Gerechtigkeit, Opposition, demokratischer Erarbeitung von Künstler-freiheit und Happening.

Mit der Botschaft, dass doch die manierliche Ängstlichkeit und Faulheit zum Protest aufhören möge und wir wieder um eine soziale Gerechtigkeit streiten und kämpfen.

Das Terrain und den Weg öffnen für die Fragen zur sozialen Gerechtigkeit, für die Generationen unserer Schwestern und Brüder deren Menschlichkeit in den Dreck getreten wurde, gemordet und vergewaltigt wurden.

Wir Lebenden haben eine Verantwortung an der Geschichte und die sitzt nicht auf der Couch und vertrödelt sich am Fernsehapparat. Wer seine Rechte nicht wahrt, gibt diese auf.
Rainer Wieczorek

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